Dieses Spiel habe ich sehr gemocht. Bei "Der blaue Kristall" geht es darum die Menschheit zu retten: eine unbekannte Krankheit ist über die Menschheit gekommen und hat diese bereits stark dezimiert. Einhergehend mutiert die Pflanzenwelt und ein tödlicher grüner Pflanzenteppich wuchert über die Erde. Einige wenige Menschen haben sich auf eine Insel in der Saragossa-See gerettet (wahrscheinlich ist damit das Sargasso-Meer gemeint). Dort entdecken Sie eine untergegangene Kultur. Inschriften auf Steintafeln zu folge gibt es einen Kristall, der die Menschheit vom Untergang bewahren soll. Ziel des Spiels ist es also, den Kristall zu finden und damit die Menschheit zu retten. "Der blaue Kristall" ist ein Grafik-Adventure. Der Spieler kann einfache Anweisungen in Textform geben und damit die Umgebung erkunden und interagieren. Unterstützt wird das Spiel durch die graphische Darstellungen der Umgebung. Es gibt keinen Sound (soweit ich mich noch erinnere). Das Spiel lebt weitgehend von der Phantasie des Spielers. Leider fehlt mir die Originalhülle, so dass ich nur die Diskette besitze. Auf Seite A der Diskette ist zu sehen, dass diese aus dem Jahr 1985 stammt. Entwickelt wurde das Spiel von der Rainbow Arts Software GmbH in Gütersloh, das als Teil der Rushware-Gruppe zeitweise eines der größten deutschen Unternehmen im Bereich des Computerspiele war. Vertrieben wurde das Spiel von ariolasoft.

Wie der Titel schon verdeutlicht, handelt es sich bei diesem Spiel um einen Rennsimulator. Auf der Rückseite des Umschlags ist zu lesen: "Realistic simulation of formula one racing on the world's top ten circuits". Im Innenteil des Inlays der Kassettenhülle, sind view Screenshots abgebildet. Darauf ist zu erkennen, das der Spieler die Sicht des Fahrers aus dem Cockpit des Rennwagens einnimmt. Die Steuerung des Wagens erfolgte über einen Joystick. Vertrieben wurde das Spiel von Mastertronic, einem 1983 gegründeten Publisher für Computerspiele im Niedrigpreissegment. Wieviel das Spiel damals kostete weiß ich nicht mehr. Sehr klein gedruckt am unteren Rand des Innenteils wird die Firma Word & Pictures Ltd. aus London für Design & Artwork des Inlays aufgeführt. Die Firma existiert heute scheinbar immer noch.

Dieses Spiel habe ich vor ein paar Jahren erworben. Es handelt sich hierbei um die Kassettenversion des ersten von drei Teilen, die für den CPC veröffentlicht wurden. Ich persönlich habe nur die ersten beiden Teile gespielt. Den dritten Teil kenne ich nicht. Laut dem Aufkleber auf der Hülle kostete das Spiel damals 24,95 D-Mark. Die Vorderseite des Inlays stellt die Hexe beim Rühren des Zaubertranks dar. Eine sehr gelungene Zeichnung, die auch während des Ladevorgangs von der Kassette auf dem Monitor angezeigt wird. Auf dem Bild im linken unteren Teil ist der Schriftzug "SPB 85" zu lesen. Die Zahl dürfte sich auf das Jahr der Veröffentlichung (1985) beziehen. Was der Schriftzug bedeutet ist mir unklar. Möglicher Weise weist dieser auf die Initialen des am Spiel beteiligten Künstlers Steve Brown hin. Das Spiel läuft auf allen drei CPC-Varianten. Da 664/6128 jedoch nicht mehr mit einem Kassettenlaufwerk ausgestattet waren, musste man da schon die Floppy-Version des Spiels besitzen oder dieses zuvor auf Diskette überspielt haben. Entwickelt und veröffentlicht wurde das Spiel von dem britischen Unternehmen Palace Software. Auf der Rückseite der Kassette ist Richard Leinfellner als Programmierer vermerkt. Dieser ist heute Dozent an der Goldsmiths Universität in London und lehrt dort Game Design und Analytics. Steve Brown, den ich vorhin bereits erwähnte übernahm die graphische Darstellung. 

Das Game Play entspricht dem eines Jump'n'Run Spieles. Jedoch wird der Bildschirminhalt nicht gescrollt, sondern die Hexe fliegt auf ihrem Besen von einem zum anderen Screen. Die Grafik hat mich damals fasziniert (und tut es heute noch immer). Ziel des Spiels ist es sechs verschiedene Zutaten zu sammeln und daraus den Zaubersaft zu brauen, um dann den vom Kürbis gehüteten Schatz zu erbeuten. Die zu findenden Zutaten werden auf der Innenseite des Inlays in Form eines kleinen Reims oder Zauberspruchs erwähnt: Fledermaus, Krötenblut, Molchenauge, Knochen, Lava Gerinsel und Schierlingswurzel. 

Abgebildet ist hier die Kassettenversion für den CPC 464. Das Inlay stellt eine Zeichnung zweier Harrier Kampfjets dar. Das Ziel des Spiels ist die Auslöschung der feindlichen Basis. Alles beginnt auf dem Flugzeugträger. Nach dem Abheben des Kampfjets wurde man auch sofort von feindlichen Flugzeugen (die mich persönlich in der Form an MiG-Jets erinnern) angegriffen. Auf dem Wasser musste man sich gegen Kampfschiffe und auf dem Land gegen Panzergeschütze und Artillerie verteidigen. All zu viel weiß ich sonst nicht mehr über das Spiel, nur das der Sound des Harriers eher einem Staubsauger glich. Dennoch hat das Spiel in meiner Erinnerung einen positiven Eindruck hinterlassen. Das Scrolling war aus damaliger Sicht cool, wenn auch etwas zäh. Die Firma, die das Spiel herstellte war Durell Software. Dieses in England von Robert White gegründete Unternehmen entwickelt heute Back-Office Software für Versicherungen und Finanzunternehmen. Harrier Attack aus dem Jahr 1984 war der größte Erfolg als der Schwerpunkt von Durell noch die Spieleentwicklung war. Vertrieben wurde das Spiel von Amsoft, einer Tochtergesellschaft von Amstrad.

Dieses Spiel habe ich glaube ich niemals gespielt. Es handelt sich um eine Wirtschafts-Simulation. Aus eigenen Erfahrungen kann ich daher nicht viel über das Spiel berichten. Leider ist die Hülle der Kassette auch schon sehr verblichen, so dass nicht wirklich alles mehr lesbar ist. Erkennbar ist, dass "Kaiser" von Dirk Beyelstein entwickelt wurde und über ariolasoft vertrieben wurde. Laut dem Aufdruck auf der Kassette selber, stammt das Spiel aus dem Jahr 1985. Auf der Rückseite des Inlays ist eine kurze Spielbeschreibung in englischer Sprache abgedruckt: der Spieler befindet sich im Jahre 1700 und ist der Herrscher über eine kleine deutsche Provinz. Er verwaltet Ernten und Landgüter und erlässt Gesetze. Je erfolgreicher dies geschieht, desto höher steigt der Spieler in der Adels-Hierarchie auf, wird mächtiger und kann sogar ganz Deutschland als Kaiser beherrschen. Es gibt sogar eine Krönungs-Zeremonie.

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